Das flüssige Gold – Honig, jeder mag ihn!

Von Jan am 9. August 2019 in Essen&Trinken

Wie viel Honig produziert eine Biene?

In einem Bienenvolk leben unzählige fleißige Arbeiterinnen, die Tag für Tag und Woche für Woche auf ihren Flügen Nektar und Pollen sammeln, um im Anschluss Honig daraus zu machen. Doch wie viel Honig produziert eine Biene in ihrem ganzen Leben? Vorweg: Bienen leben nicht all zu lange. Knapp fünf Wochen werden ihnen hier auf der Erde zuteil und in diesen kümmern sie sich nur zwei Wochen (wenn überhaupt) um die Beschaffung für die für die Herstellung von Honig notwendigen Rohstoffe.

In dieser Zeit produziert eine einzelne Honigbiene allerdings weniger Honig, als man annimmt. Ein fünftel Teelöffel Honig kommt in ihrem gesamten Leben zustande. Dafür muss ein ganzer Teelöffel voll Nektar gesammelt werden. Für diese dürftige Menge muss die Biene allerdings hart schuften. Rund 300.000 Blüten werden in der Flugzeit der Honigbiene von ihr angeflogen. Dabei legt sie eine beachtliche Strecke von ungefähr 16.800 km zurück. Das ist fast einmal um die halbe Welt!

Warum ist die Regionalität beim Honig so wichtig?

Man hört ja oft, dass man Honig, wenn möglich, regional kaufen soll. Doch wieso ist das so? Das hat mehrere Gründe. Zum einen unterstützt man mit dem regionalen Kauf die deutschen Imker und deren Bienenvölker. Besser für die Umwelt ist es auch, da kein importierter Honig per Flugzeug, Zug, oder Schiff um die halbe Welt verfrachtet werden muss. Man erkennt den regionalen Honig ganz einfach daran, wenn es draufsteht. Vor allem im Supermarkt kann man schnell mal den Überblick verlieren, doch das Siegel “echter, deutscher Honig“ weist zum Glück auf den besten Honig hin. Man kann auch direkt vom nahegelegenen Imker kaufen. Das ist oft sogar noch besser.

Ein weiterer Vorteil für den regionalen Kauf von Honig ist, dass man genau weiß, was drinsteckt. Honig aus anderen Ländern und vor allem Asien wird oft noch gestreckt und ist somit kein echter, reiner Honig mehr. Auch wird der Honig dort manchmal auf über 40 Grad erhitzt, was dafür sorgt, dass die wichtigen und gesunden Enzyme, die im Honig enthalten sind, zerstört werden. In Deutschland gibt es für sowas strenge Gesetze und dem Honig darf weder etwas hinzugefügt werden, noch darf er erhitzt werden. So weiß man genau, was man da im Glas hat.

Welcher Honig ist der beste?

Vorweg gesagt: Es gibt pauschal keinen “besten“ oder “schlechtesten“ Honig. Die bessere Wahl trifft immer derjenige, der regionalen Honig vom Imker kauft, anstatt im Supermarkt auf ein importiertes Produkt zurückzugreifen. Beim regionalen Honig weiß man genau was man hat, denn in Deutschland ist es gesetzlich verboten, Honig zu strecken oder zu heiß zu erhitzen. So bleiben alle wichtigen Enzyme und Vitamine enthalten und auch nur dann darf der Honig auch noch als Honig vermarktet werden. Das gilt allerdings nur für den in Deutschland hergestellten Honig. Importierter Honig unterliegt nicht dieses Auflagen und darf auch dann als Honig verkauft werden, wenn er gesteckt oder erhitzt wurde. Jeder 4. Honig im Supermarkt gilt als mangelhaft. Daher sollte man lieber auf den echten, deutschen Honig zurückgreifen. Woher der Honig kommt, ist leicht zu erkennen, da es im Supermarkt auf dem Glas geschrieben steht. Oder man kauft sofort beim Imker und weiß ganz genau, woher der Honig ist. Regionaler geht es nicht.

Was kostet Honig beim Imker?

Regional kaufen klingt ja schön und gut, aber ist das nicht auch gleichzeitig immer mit einem enormen Preisanstieg verbunden? Nicht unbedingt. Ein 500 Gramm Glas liegt dieses Jahr bei durchschnittlich 6,87 €. Der Sommertracht Honig kann mit einem Preis von 6,92 € auch schonmal darüber liegen. Wenn man dann bedenkt, dass die importierten Honige teilweise auch zu solchen Preisen angeboten werden (oder sogar noch teurer!) klingt es nur sinnvoll, den Honig beim Imker zu kaufen. Denn da hat man im Gegensatz zum Supermarkt die volle Gewissheit, woher der Honig kommt und was drin ist.

Gastartikel von Forian von beemore.de

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