Wichtige Änderung beim Baukindergeld ab 17. Mail 2019

Von Martina am 8. August 2019 in Finanzen
Baukindergeld

Längere Frist, keine Förderung für Immobilienkauf von Verwandten

Für die Förderbedingungen für das Baukindergeld nach dem Umzug gelten ab dem 17. Mai 2019 andere Bedingungen. Die Änderungsfristen werden verlängert und sind somit positiv für Familien. Statt der bisherigen 3 Monate Zeit haben diese nun künftig 6. In dieser Zeit kann der Antrag auf Baukindergeld gestellt werden. Zur Antragsberechtigung und Fördervoraussetzungen gibt es jedoch auch Präzisierungen. Nicht mehr förderfähig ist der Immobilienverkauf von Verwandten.

Über neue Antragsfristen berichtet auch Wohnen und Bauen und diese gelten für alle Anträge auf Baukindergeld nach dem Umzug, die ab dem 17.05.2019 bei der KfW eingehen. Somit ist eine längere Frist zur Antragstellung für Familien. Spätestens 6 Monate nach Umzug muss der Antrag auf Baukindergeld in die selbstgenutzte Wohnimmobilie gestellt werden. Zuvor waren es 3. Eine Antragsstellung ist nicht möglich, wenn ein Haushaltsmitglied vor mehr als 6 Monaten eingezogen. Vor dem Einzug darf auch kein Antrag gestellt werden.

Immobilie von Verwandten ist beim Baukindergeld nicht mehr förderfähig

Die Änderung er Förderbedingungen gilt ebenfalls ab Mitte Mai. Es wurde genau festgelegt, in wann ein Baukindergel-Zuschuss nicht mehr gültig ist. Von der Förderung ausgeschlossen sind:

  • Ferienwohnungen, wie Ferien- oder Wochenendhäuser
  • der vorgenommenen Erbfolge, testamentarischen Verfügungen oder Schenkungen sind von der Übertragung ausgeschlossen
  • der Erwerb- oder auch die Eigentumsübertragung zwischen Lebenspartnern, Ehegatten oder einer Lebensgemeinschaft
  • der Erwerb- oder auch die Eigentumsübertragung zwischen Verwandten eines Haushaltsmitgliedes in gerade Linie (Kinder, Eltern, Großeltern, Urgroßeltern)
  • der Erwerb von Wohneigentum, das schon vorher im Eigentum eines Haushaltsmitglied stand

Diese Angabe muss die Meldebestätigung für das Baukindergeld erhalten

Die Anforderungen der Meldebestätigung wurde ebenfalls festgelegt. Statt einer Meldebestätigung müssen Antragssteller nach einem Kauf der bereits selbstgenutzte Wohnimmobilie (z.B. Kauf einer gemieteten Wohnung) nach der Antragsstellung über den Kauf der gemieteten Immobile wie auch eine formlos Erklärung eine ausgestellte Meldebescheinigung einreichen. Die geförderte Wohnimmobilie muss als Haupt- oder alleinige Wohnsitz des Antragssteller in der Meldebescheinigung oder Meldebestätigung ausgeschrieben sein und im Antrag den Ehe- oder Lebenspartner oder Partner aus eheähnlicher Gemeinschaft wie auch die angegebenen Kinder ausweisen. Es müssen von den Kindern die Geburtsdaten enthalten sein.

Außerdem ist die KfW berechtigt, zur Einhaltung der Förderbedingungen weitere Dokumente zum Nachweis einzufordern.

Informationspflichten beim Baukindergeld

Die KfW muss sofort schriftlich informiert werden, wenn Familien das Baukindergeld erhalten, wenn:

  • Die geförderte Wohnimmobilie vom Antragssteller nicht mehr als Haupt- oder alleinigen Wohnsitz nutzt
  • die geförderte Wohnimmobilie nicht mehr vom Antragssteller als mindestens Miteigentümer genutzt wird oder
  • weniger als 50% des geförderten Wohneigentums auf den Haushalt eine Eigentumsquote entfällt.

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