Wie funktioniert ein Durchlauferhitzer?

Von Jan am 1. August 2019 in Ratgeber

Ein Durchlauferhitzer funktioniert grundsätzlich nach dem Prinzip, dass kaltes Wasser durch ein Gerät, den Durchlauferhitzer läuft und durch elektrischen Strom oder Gas erwärmt wird. Soweit das grundsätzliche Prinzip. Etwas spezieller sieht es so aus:

Das Wasser fließt durch den Kaltwasseranschluss zum Wassermengenregler. Durch den Wassermengenregler werden Druckschwankungen des Leitungsnetzes ausgeglichen und hält so den Wasserdurchfluss, sowie die Temperatur weitgehend konstant.

Das durchfließende Wasser wird im Heizblock unmittelbar an den Heizwendeln erwärmt. Beim Ausschalten wird das Warmwasserzapfventil geschlossen, der Differenzdruck im Wasserschalter baut sich ab und der Strömungsschalter unterbricht den Stromkreis.
Sollte diese Abschaltung unterbleiben, kommt es zur Druckbildung im Heizblock, da das Rückschlagventil den Wasserdurchgang vor dem Sicherheitsschalter absperrt. Der Überdruck wirkt auf die Membran des Sicherheitsschalters, über dessen Schaltkontakte die Stromzufuhr zu den Heizwendeln sofort unterbrochen wird.

Durchlauferhitzer mit Mischbatterie

Bei einer Mischbatterie handelt es sich um ein technische Vorrichtung, über die Kalt- und Warmwasservermischung geregelt wird. In diesem Falle kann man an der technischen Vorrichtung, die in der Regel eine Armatur ist, durch Griffe die Vermischung von Kalt- und Warmwasser regeln. Bei sehr modernen Armaturen wählt man die Temperatur und das Wasser kommt so aus dem Zapfhahn heraus, ohne dass eine Regelung mit Hilfe einer Mischbatterie nötig ist.

Neue Modelle kommen ohne Mischbatterie aus

Bei den neusten Modellen arbeitet ein Durchlauferhitzer ohne eine Mischbatterie. Der Grund dafür ist, dass ein elektronischer Durchlauferhitzer ohne die Hilfe der Mischbatterie die Temperatur des Wassers bestimmen und dann nachjustieren kann. Das funktioniert anhand von Sensoren, die die durchlaufende Menge an Wasser auf seine Temperatur her analysieren. Auch die Kaltwassertemperatur wird von den Sensoren gemessen. Anhand dieser beiden Werte bestimmt der elektronische Durchlauferhitzer, wie viel Leistung er beisteuern muss, um das Wasser auf die gewünschte Temperatur zu erwärmen.

Nun kann es aber sein, dass das durchlaufende Wasser heißer ist als die gewünschte Temperatur. In diesem Fall muss der Durchlauferhitzer die Temperatur abkühlen. Das geht nur mit Hilfe von Kaltwasser, was der Warmwassermenge beigefügt wird. In diesem Fall muss eine Mischbatterie an das Gerät angeschlossen werden.

Da die neusten elektrisch angetriebenen Durchlauferhitzer mit einer elektronischen Steuerung ausgestattet sind, ist eine Grad genaue Einstellung der gewünschten Temperatur möglich. Das bedeutet auch, das ein Justieren mit Hilfe einer Mischbatterie nicht nötig ist. Ausnahmen bilden da hydraulische Geräte sowie Durchlauferhitzer, die an eine Solaranlage angeschlossen sind.

Wartung per Fachmann

Damit ein Durchlauferhitzer immer funktioniert, muss es Wartungsarbeiten geben, die der Fachmann durchführen sollte. Das gilt vor allem für Geräte, die mit Starkstrom betrieben werden und sehr alt sind. Ein Fachmann überprüft das Innenleben des Modells. Dort wird geschaut, ob die Verkabelung im Gerät nicht überlastet ist. Ist das der Fall, kann es zu einer Überhitzung kommen, was wiederum zu einem Brand führen kann. Durch diesen können die Isolierungen der Kabel wegschmelzen, was zu Kurzschlüssen führt. Dann wird der komplette Schaltkreis des elektronischen Durchlauferhitzers zerstört und das Gerät funktioniert nicht mehr.

Ähnliche Beiträge zum Thema Wie funktioniert ein Durchlauferhitzer?

« »